· 

5. U20 Poetry Slam

Was für ein Abend, was für ein Slam, was für ein Fest!

8 wunderbare PoetInnen, eine geniale Band, mehr als 150 Zuschauer und ein Gedanke, nämlich die Liebe zur kreativen Sprache haben diesen Abend unvergesslich gemacht.

Den Anfang des Abends machte die Newcomerin Larry. Sie “hasst Menschen”. Denn Menschen sind ungerecht zu Tieren, verfolgen Schönheitsidealen, die nicht guttun und reden die ganze Zeit darüber, wer mit wem schläft, obwohl sie das eigentlich gar nichts angeht. Sie plädierte dafür, dass man ein wenig mehr Glück und Liebe in die Welt hinaustragen soll, anstatt Neid und Eifersucht.

Gleich gefolgt von Larry kam der erste Newcomer des Abends auf die Bühne. Samuel Basil Rhomberg sprach über das Paradies als Utopie. Er betitelt, dass es keine heile Welt gäbe, denn nur was krank sei, das könne auch geheilt werden.

Gefolgt von Samuel trat eine U20-”Veteranin” auf die Bühne. Lara Freitas, brachte passend zum Thema des Abends (Fridays for Future) einen Text über Umweltschutz. Sie stellte sich selbst in Frage und reflektierte, dass sie gar nicht so öko sei, aber besonnen und das sei das Wichtigste. Der stete Tropfen höhlt den Stein. Nicht die Gießkanne, die sich darüber leer.

Eine weitere Debütantin trat auf die Bühne - Leonie Dobler. “Macht das alles überhaupt Sinn?”. Diese Frage stellte sich. In Ihrem Text wurde ihr Tag von Unverständnis und Zweifeln begleitet. Wie sie es beschrieb “dem Duft des Versagens”. Doch solang man nicht aufhört sich zu hinterfragen, ist doch noch alles gut, oder?

Auch dieses Mal hatten wir wieder ein internationales Line Up. Jusef Selman aus der Schweiz erfreute die Vorarlberger mit seinem Text. Metaphorisch zündete er eine kleine Flamme an, die seiner Zigarette Feuer spenden sollte. Dabei waren diese Flamme und die Zigarette eine Analogie zur Welt. Der Rauch der Zigaretten verdunkelte die Erde, die Hitze der Flamme wird real. Klimaverschmutzung, Klimaerwärmung. Das thematisierte er in seinem Text.

Antonia Fink brachte ihren ersten geschriebenen Slam-Text, ursprünglich meinte sie ja, er wäre zu kitschig, aber die Leute würden ja insgeheim auf Kitsch stehen, also sei das nicht das Problem. (Das war es auch nicht). Laut ihr, leben wir in einer zwiegespaltenen Welt, wo uns das Leid der anderen nur interessiert, wenn es uns selbst betrifft.

Wohin soll’s mit dem Leben weitergehen? Das fragte sich auch Elias Taucher, der bemängelte warum man kein eingebautes Navi hat, das einem sagt, welche Richtung man im Leben einschlagen soll.

Den Abschluss machte ein weiterer Newcomer, Levin, 11 Jahre, brachte das Publikum wahrlich zum Ausrasten. Mit einem poetischen Text über ein Boot, das im Meer des Bösen gefangen ist und von totem Nebel umgeben, verzauberte er das Publikum.

Verdient zogen Levin, Antonia und Leonie ins Finale ein. Nach einem grandiosen Finale behauptete sich Antonia gegen Leonie und Levin. Die Band Komot rundete den Abend mit einer abschließenden Session ab. Es war fantastisch.

 

„Danke an euch das Publikum. Ihr habt für super Stimmung gesorgt und die PoetInnen gebührend gefeiert. Danke an das Theater Kosmos und das gesamte Team, für euere Arbeit, eure offenen Türen und vor allem eure Bühne! Danke an das Land Vorarlberg!! Und ein riesen Dankschön an die Poets; ihr setzt mit euren Themen und Texten Hoffnung in diese Welt“.